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Leitbild
 

Stellung des Leitbildes
Das Leitbild umschreibt die Philosophie, den Zweck und die Ziele der „Herberge zum kleinen Glück“. Es ist die Basis für den gemeinnützigen Trägerverein „Herberge zum kleinen Glück“ und dessen Statuten sowie für das Betriebskonzept und die Führungsinstrumente der Herberge.
 
Menschenbild und Philosophie
Jeder Mensch ist ein einzigartiges, unverwechselbares und gleichberechtigtes Wesen, dem wir mit Respekt und Achtung begegnen wollen. Erwachsene Menschen mit Behinderungen unterstützen wir in ihrem Bedürfnis nach Geborgenheit, nach eigenständiger Entwicklung und nach einem sinnerfüllten Leben durch eine einfühlsame Begleitung. Wir orientieren uns an einer dialogischen Haltung, die von den vorhandenen Kompetenzen eines Menschen ausgeht. Wir wollen Begegnungen partnerschaftlich gestalten.
 
Ziel und Zweck der Herberge, Leitgedanke
Das Ferien- und Entlastungsangebot der Herberge richtet sich an erwachsene Menschen mit leichtem bis mittleren Betreuungsbedarf, aufgrund von geistigen, altersbedingten, psychischen oder körperlichen Behinderungen. Die Begleitung erfolgt in allen Lebensbereichen je nach den individuellen Bedürfnissen. Wir verstehen Ferien als bewusste und zeitlich begrenzte Auszeit. Bei der Gestaltung des Aufenthaltes respektieren wir Wünsche von Erholung, Musse und Aktivität und bieten Begleitung, Betreuung und eine Tagesstruktur an, den vorhanden Fähigkeiten und Kompetenzen angepasst. Wiederkehrende Aufenthalte der Feriengäste sollen den Aufbau einer langfristigen und tragfähigen Beziehung ermöglichen. Bei Daueraufenthalten von Pensionären wollen wir die vorhandenen Fertigkeiten und die persönliche Entwicklung fördern, das Selbstbewusstsein und die Eigenverantwortlichkeit für ein möglichst selbst bestimmtes Leben unterstützend begleiten.
 
Trägerschaft
Träger der Herberge ist der Gemeinnützige „Verein Herberge zum kleinen Glück – Ferienangebote und Entlastungsaufenthalte für erwachsene Menschen mit Betreuungsbedarf“ mit Sitz in Zumikon. Der Verein ist für den privatrechtlichen Betrieb der Herberge verantwortlich. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung.
 
Klientel, Zielgruppe
In der Herberge werden erwachsene Menschen mit leichtem bis mittleren Betreuungsbedarf, sei es mit geistigen, altersbedingten, psychischen oder körperlichen Behinderungen aufgenommen. Die Ferien- oder Entlastungsangebote richten sich an Menschen, die in Familien, Wohngruppen oder Institutionen wohnen. Willkommen sind auch ganze Wohngruppen.
Die Übergangs- oder Dauerplätze sind für Pensionäre bestimmt, die längerfristig, allenfalls bis an ihr Lebensende, in der Herberge wohnen bleiben. Vorbehalte werden nur angebracht, wenn der Pflegebedarf langfristig und dauernd die Möglichkeiten und Kompetenzen des Betreuungsteams übersteigt. Bei freien Plätzen sind auch Ferienaufenthalte für Menschen ohne Behinderungen, Rekonvaleszente oder Erholungssuchende möglich.
 
Kunden- und Angehörigenkontakte
Es wird ein vertrauensvolles Verhältnis mit den Angehörigen, den einweisenden Stellen oder Organisation und den Behörden angestrebt. Insbesondere bei wiederkehrenden Ferien- oder Entlastungsaufenthalten legen wir grossen Wert auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir streben eine offene und vertrauensvolle Kommunikation an.
 
Angebot
Die Herberge ist ein sonnig gelegenes heimeliges Haus mit individuell möblierten 1er oder 2er Zimmern. Angeboten werden maximal zehn Ferien- oder Entlastungsplätze für Feriengäste sowie maximal vier dauernd besetzte Wohnplätze für Pensionäre in der Wohngemeinschaft. Je nach Bedarf und Nachfrage kann die Zusammensetzung variieren. Wir legen Wert auf eine persönliche und überschaubare Gemeinschaft. Eine ausgewogene Ernähung mit Frischprodukten ist uns wichtig. Das Haus ist grösstenteils rollstuhlgängig.
 
Die Ferienaufenthalte dienen der Erholung und ermöglichen Distanz zum Alltag. Die Tagesstruktur lässt verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung des Aufenthalts zu. Es soll Platz sein für Gespräche und Freundschaft, und es soll Raum bleiben für Musse, Einzelaktivitäten wie auch gemeinsames Tun. Die Betreuten werden einbezogen in die Gestaltung des gemeinsamen Alltags. Darin eingeschlossen sind sowohl die lebenspraktischen Bereiche der Verrichtungen des täglichen Lebens, der Haushaltführung, des gemeinsamen Einkaufens und Kochens, aber auch der Freizeitgestaltung, der Unterhaltung und der Ausflüge. Die Aktivitäten richten sich nach den individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Anwesenden und sind integrativ ausgerichtet.
Die Wohngemeinschaft der Pensionäre soll ein Ort der Geborgenheit sein. Sie soll Rückhalt und Stärkung bieten. Vorhandene Ressourcen der betreuten Personen wollen wir aufspüren, aufbauen und die Handlungskompetenzen gezielt unterstützen. Mit verschiedenen internen und externen Beschäftigungsangeboten helfen wir die Kompetenzen und das Ausschöpfen von kreativen Fähigkeiten zu stärken.
 
Mitarbeitende, Führung und Organisation
Die Wohngemeinschaft wird durch eine Co-Leitung geführt, die Aufgabenteilung ist klar strukturiert. Die Qualität der Betreuung und Begleitung ist durch qualifizierte Mitarbeitende sichergestellt, welche fachliche und soziale Kompetenzen, aber auch Empathie und Lebenserfahrung mitbringen. Je nach Bedarf werden zusätzliche Fachkräfte engagiert. Unsere Mitarbeitenden engagieren sich in der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung.
 
Qualitätsmanagement und Entwicklung
Die Qualität des Angebotes wird ganzheitlich überprüft und prozesshaft weiterentwickelt. Die Auflagen von Bund und Kantonen werden eingehalten. Die Sicherheit unseres Betriebes ist uns wichtig und wir wollen dass alle die bei uns wohnen und arbeiten sich sicher und aufgehoben fühlen. Wir gehen mit den uns zur Verfügung stehenden Materialien und der Umwelt bewusst um. Vertrauliche Informationen behandeln wir verantwortungsvoll.
 
Wirtschaftlichkeit, Finanzielles
Die Aufenthalts- und Betreuungskosten liegen im üblichen Rahmen. Der Herbergsbetrieb muss mit den Pensionserträgen und derzeit ohne Subventionen geführt werden. Die Mittel werden haushälterisch eingesetzt. Allfällige Betriebserträge, Spenden und Sponsorenbeiträge sollen für den Ausbau des Betriebes und des Ferienfonds verwendet werden. Aufwand und Ertrag werden transparent dargestellt und überprüft.
 
Gesellschaft / Öffentlichkeit / Partner
Wir verstehen uns als Teil der Gesellschaft und suchen mit gezielten Massnahmen die Integration im Dorf. Mit Partnerorganisationen und unterstützenden externen Diensten bauen wir ein verlässliches Netz auf.

Dieses Leitbild wurde an der 1. GV vom 1. Juni 2005 verabschiedet.
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